Der perfekte Stoff für heiße Sommertage und kühle Abende
Isolationsschicht
Wollfasern sind wahre Multitalente – sie wärmen im Winter und kühlen im Sommer. Wolle ist der Klassiker für den Winter. Die thermoregulierende Eigenschaft der Merinowolle beruht jedoch auf 2 Prinzipien: Zum einen weisen Wollfasern eine natürliche Kräuselung auf und haben eine raue Oberfläche. Die Körperwärme wird in diesen Luftkammern eingeschlossen, die Luft dient als Isolationsschicht und hält im Winter die Kälte ab, im Sommer sorgt sie für angenehme Kühle auf der Haut. Diese großartige Eigenschaft brauchen Merinoschafe, um in der freien Natur zu überleben, denn hier wechseln heiße Tage, kühle Nächte ab.
Feuchtigkeitsregulierend
Das zweite Prinzip der Temperaturregulierung ergibt sich aus auf der Kühlung durch Verdunstung. Merinowolle kann rund 30% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen – ohne dass du dich dabei unangenehm nass fühlst. Die Wolle nimmt deinen Schweiß auf und speichert ihn im Faserinneren. Die warme Sommerluft lässt die Feuchtigkeit an der Außenseite verdunsten und die oben erwähnte Verdunstungskälte entsteht. Du fühlst dich trotz Wolle frisch und angenehm kühl. Wichtig ist, dass die Textilien einen hohen Anteil an Merinowolle aufweisen, denn je höher der Wollanteil, desto besser die Feuchtigkeitsaufnahme und der Transport nach außen.
Antibakteriell
Schweiß ist geruchlos, erst bei der Zersetzung durch Bakterien beginnen wir Menschen zu „müffeln“. Merinowollfasern haben eine schuppige Oberfläche, diese macht den Bakterien ein Festsetzen nahezu unmöglich. Im Gegensatz dazu ist die Kunstfaser-Struktur sehr glatt, Bakterien nisten sich leicht ein und wir beginnen unangenehm zu riechen. Die Merinowolle ist besonders fleißig und bietet zusätzlich einen gewissen Selbstreinigungs-Effekt: Merinowollfasern bestehen aus zwei unterschiedlichen Zelltypen, die sich ständig aneinander reiben. Durch den Reibungsprozess reinigt sich die Faser immer wieder von selbst. Merinobekleidung kannst du somit mehrere Tage tragen, ohne unangenehm nach Schweiß zu riechen. Hänge deine Kleidung nach dem Tragen an die frische Luft – so erfrischst du die Fasern und entfernst Gerüche. Als Faustregel gilt: erst wenn du deine Produkte nicht mehr riechen kannst, dann wasche sie.
UV-Schutz
Zum Vergleich: Ein klassisches weißes Baumwoll-Shirt hat einen UPF (Ultraviolet Protection Factor – Lichtschutzfaktor) von 10-15.
Bei Merino Kleidung pendelt sich dieser Wert zwischen 25 und 50 ein.
Deine Haut ist somit an sonnigen Tagen optimal geschützt.
Aber Achtung: Trotzdem bei Outdoor-Aktivitäten nicht auf den Sonnenschutz vergessen, um auch an unbekleideten Stellen keinen Sonnenbrand zu riskieren!